Bericht vom Diakonietag der Evangelischen Kirche in Niederösterreich am am 17. Nobember 2018 zu Gast in der evangelischen Pfarrgemeinde Berndorf.

Nachder Eröffnung  dieses interessanten Tages durch die Superintendentialkuratorin Frau Dr. Gisela Malekpour hielt Pfr. Mag Otmar Knoll von der einladenden Gemeinde Berndorf die Andacht. Viele Gedanken in seiner Predigt konnten uns bereichern: Othmar Knoll sprach viele tiefe Gedanken aus wie etwa diese, dass Gott die Sonne über Böses und Gutes scheinen lässt, aufdie Seite derer sich stellt, die sich nicht entmutigen lassen und spricht vomverborgenen Reich Gottes in uns selbst.

Weitere Worte sprach der Kurator der Gemeinde Ing. Gregor Gerdenits, der viele Ämter in dieser Gemeinde unter anderem als Lektor, als Leiter des Bibelkreises und der Seniorenrunde bekleidet. Er ließ auch nicht unerwähnt, dass Pfr. Knoll in seiner Wohnung eine siebenköpfige syrische Familie untergebracht hat.

Der älteste Sohn dieser Familie wurde uns vorgestellt und erzählte in sehr bewegender Weise über das Leben der Familie in Österreich sowie über seinen persönlich erfolgreichen Werdegang in unserem Lande. Ein wertvoller Beitragzum Thema Diakonie!

Auch Superintendent Mag. Lars Müller-Marienburg begrüßte die Anwesenden zu diesem Tag und hob hervor, dass 17 von 23 niederösterreichischen Gemeindenanwesend sind.

Die zentralen Themen des Tages waren der Bericht von Mag. Hannah Satlow über„Brot für die Welt“ sowie der Vortrag von Alexandra Gröller über den Flüchtlingsdienst speziell in Niederösterreich mit anschließender Diskussion.

Hannah Satlow berichtet über die Projektarbeit in anderen Ländern, es gibt zur Zeit 24 Projekte in 15 Ländern von Nicaragua bis Kambodscha. Drei Schwerpunkte bestimmen diese Arbeit, nämlich die Ernährung zu sichern, Inklusion zu ermöglichen sowie die Frauen zu fördern. Die Ernährung bildet in vielen Ländern ein zentrales Thema. Wir müssen feststellen,dass etwa in einem Land wie Ruanda mit einer sehr großen Einwohnerzahl jedes zweite Kind an Mangelernährung leidet. Eigene Kooperationen wurden gegründet, um die eine bessere Versorgung im Anbau von Lebensmitteln zu ermöglichen.

Weiters wird an der Inklusion gearbeitet. Auf  Menschen mit Behinderung, auf Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen sowie auf die Arbeit mit Menschen im Alter wird  im Besonderen Rücksichtgenommen.

In der Rebublik Moldau mit der Hauptstadt Chisinau leben viele alte, kranke Menschen, die von staatlicher Seite nur schlecht betreut werden; ihnen stehen nun mobile Heimhilfen zur Seite.

Im Mittelpunkt steht auch die Frauenförderung, man sorgt für die Ausbildung der Frauen und leistet Bildungsarbeit in Vorträgen und Workshops. Strukturen werden geschaffen, die Selbständigkeit der Frauen soll gefördert werden.

Alexandra Gröller, die Geschäftsführerin des Flüchtlingsdienstes in Österreich gibt einen ziemlich deprimierenden Bericht  überdie derzeitige Situation der geflüchteten Menschen und deren Helferinnen in Niederösterreich.

Die NSA, eine sogenannte Sicherheitsfirma hält Einzug und ab 1.1.2020 soll allein diese Agentur die Rückkehrberatung für die Flüchtlinge  übernehmen. DieseAgentur wird vom Innenministerium gesteuert. Die freiwillige Rückkehr der Flüchtlingein ihre Herkunftsländer soll gefördert werden, Konzepte dazu werden erstellt. Schonzur Zeit müssen wir feststellen, dass die Grund-versorgung leidet,  es gibt immer mehr leer stehendeGrundversorgungsplätze, es gibt rechtswidrige Entlassungen, auch die derzeit unabhängige gesetzliche Rechtsberatungist in Gefahr. Menschen mit erhöhtem  Betreuungsbedarf werden oft abgeschoben. 

Eine  anschliessende Diskussion über dieses heikle Thema hat den Diakonietag abgerundet.

Der nächste  Diakonietag findet am 6. Aprl 2019 in  St. Pölten statt.  

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Annemarie Wagner

Diakoniebeauftragte unserer Gemeinde

Ist seit diesem Sommer Kuratorin unserer Pfarrgemeinde und engagiert sich für Diakonische Aufgaben und betreut unsere Beitragszahler in kritischen Situationen.

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