Wie ihr wisst haben wir zwei Portale im Internet für unsere Pfarrgemeinde: www.evangpurk.at als offizielle Homepage und www.evangpurk.at als Blog mit Beiträgen von ein paar Aktiven zu Themen rund um den Glauben und unser Gemeindeleben. Was Ihr vermutlich weniger wisst ist, dass wir auch inzwischen vier eigene Email-Postfächer betreiben (vor allem für Anfragen direkt über unsere Webseiten). Wir zahlen für das sogenannte Webhosting (also die Bereitstellung unserer Seiten im Internet) einem sog. Provider (also jenes Rechenzentrum, dass unsere Daten verwaltet und im Web bereitstellt) 54 EUR im Jahr.
Unser Provider i5next (eine Einmann-Firma in Wien) war bislang zuverlässig und der Support durch Herrn Votruba (dem Eigentümer) gut und professionell. Leider hat sich sein Angebot seit Jahren nicht mehr verändert und jede technische Erweiterung ist derzeit bei ihm nur durch Wechsel auf teuere Profi-Verträge möglich. Daher überlege ich in einem ersten Schritt einen Provider-Wechsel, in späteren Schritten auch technische Erweiterungen.
Ich möchte mit Euch nun einmal einen tieferen Einblick in das sog. Webhosting geben, für alle die sich wenigstens ein bisschen dafür interessieren. Gerne organisiere ich auch wieder Abende zum „mit Anfassen“ beim Webhosting. Zunächst bin ich aber einfach einmal an Eurer Meinung bzw. Euren Gedanken zum Webauftritt und der Nutzung der sog. Cloud in unserer Gemeinde interessiert.
(Alle die sich nicht weiter dafür interessieren, können gerne hier aufhören, weiter zu lesen).
Diese Zeilen werden übrigens auch an unseren Blog geschickt und dort automatisch als Beitrag aufgenommen. (Er hört übrigens auf ccett7nn@evangpurk.at – freigeben müssen es aber zur Sicherheit dann die Redakteure des Blogs 😉

Platz für Fotos und Kurzfilme

Was uns derzeit am meisten weh tut, ist der Mangel an Datenspeicherplatz. Vor allem unsere Kinder- und Jugendarbeit aber auch andere Rubriken haben viele Fotos, die Jahr für Jahr unseren Webauftritt bereichern. Außerdem geht der Trend auch klar inzwischen zu Kurzfilmen. Nun klingen 1 GByte Speicherplatz (die wir in dem Vertrag haben) viel – sie sind es in Wirklichkeit nicht! „Kleinvieh macht Mist“ und lauter kleine Erinnerungsfotos brauchen in Summe viel Platz.
Jörg Vancl und ich, wir haben immer wieder die Seiten durchforstet und Fotos und Beiträge aus dem Netz genommen. Das macht zum einen viel unerfreuliche Arbeit und tut zum anderen auch immer ein bisschen weh. Immerhin sind es doch Erinnerungen und Erlebnisse, die dahinter stehen. Unsere Gemeinde lebt nun einmal von Erlebnissen und die Erinnerungen daran möchte man inzwischen auch im Internet abrufen. Es ist eigentlich das Beste, was wir neben den Informationen im Netz darstellen können.
Für unseren Blog (www.evangpurk.at) nutze ich derweil schon einen kostenlosen Dropbox-Account (angemeldet auf webmaster@evangpurk.at) mit ebenfalls 1GByte Speicherplatz. Dadurch finden sich hier auch einmal Kurzfilme (die wir von unserer Website www.evangpurk.at schon ganz verbannt hatten).
Eine eigene Testseite zum Ausprobieren neuer Darstellungen im Web habe ich kürzlich vom Server genommen, damit genug Platz für die anderen beiden bleibt.

Die Ansprüche an Platz im Web steigen und damit das Angebot

Insgesamt ist Platz heute in der sog. Cloud kein großes Thema mehr. Wer z. B. bei Microsoft seine Office-Lizenz mit dem sog. Office365 Abo bestreitet (ist bei allen Lizenzen seit 2013 eigentlich Standard) hat eben einmal ein Terabyte (also 1.000 GByte bzw. 1 Mio. MByte) Plattenplatz in der Cloud von Microsoft dazu geschenkt bekommen (unter https://onedrive.live.com – die meisten wissen nur nichts davon). Bei der Firma Dropbox kann man pro Email-Adresse 1 GByte Speicherplatz in der Cloud kostenfrei nutzen. Für Apple Kunden gibts gleich 5 GByte kostenfrei in der sog. iCloud. Von Fa. Google mit ihrem GoogleDrive Angebot ganz zu schweigen, wo man z. B. mit mehreren Nutzern zeitgleich an einer Word-Datei arbeiten kann. Einziger Haken an diesen Cloud-Speichern: Sie sind Werbefinanziert und irgendwo auf der Welt auf irgendwelchen Rechenzentren abgelegt. Der vertrauliche Umgang mit den Daten ist auch Vertrauenssache, wobei diese Anbieter sicher einen hohen Sicherheitsstandard haben. Auch ist das „verdrahten“ der dort abgelegten Fotos und Filme mit unserer Webpage nicht ganz einfach.
Ich nutze als Provider für meine privaten Zwecke inzwischen die Firma World4You Internet Services GmbH, die für erstaunliche 2,99 EUR brutto pro Monat (35,88 EUR pro Jahr) das gleiche Angebot bietet, wie unser bisheriger Provider, aber gleich 50 GByte Plattenplatz einräumt. Die Daten werden auch in Österreich verwaltet. Außerdem kann man in kleinen Schritten interessante technische Erweiterungen kostenpflichtig dazu buchen, von denen vor allem der verschlüsselte Zugang (SSL) zu unseren Seiten interessant sein könnte. (Siehe den Tarif „DOMAINSERVER 2017“ unter https://www.world4you.com/de/webhosting.html und das Zusatzangebot „LET’S ENCRYPT SSL“ für SSL-Zugang unter https://www.world4you.com/de/webhosting/ssl.html.)

Warum SSL alias https:// interessant sein könnte

Zur Erläuterung von SSL: SSL-Zugänge im Internet sind an dem Protokoll https:// zu erkennen (statt nur ). Im Gegensatz zum normalen Zugriff werden die Daten zum einen verschlüsselt übertragen, zum anderen ist die Authentizität der Zieladresse gewährleistet. Meine Anfragen (und die Daten, die ich zurück bekomme) kann also niemand anderes ohne immensen Hacking-Aufwand mitlesen und ich kann auch nicht so leicht auf eine gefälschte Seite herein fallen. (Es passiert immer wieder, dass Seiten-Adressen von Kriminellen gekapert werden und in Wirklichkeit man dann immer über den Umweg einer kriminellen Seite mit der eigentlichen Seite kommuniziert. So werden dann vertrauliche Informationen ausgespäht oder falsche Daten zurück geliefert. Im harmlosesten Fall werden nur die Email-Adresse oder die Benutzerpräferenzen an Marketing-Firmen verkauft. Mit SSL Seiten ist dies unmöglich – wenn man Geheimdienste einmal ausnimmt.) Inzwischen wird SSL fast zum Standard im Web erhoben: So werden bei Google-Suchen https://-Adressen besser bewertet, da i.d.R. als Authentisch eingestuft und Microsoft verbietet den Zugriff von nicht-https-Seiten auf ihr OneDrive gänzlich.
Leider ist der öffentliche SSL-Zugang an einen beeideten (also vertrauenswürdigen) Zerftfikats-Provider gebunden – quasi der Notar der Webadressen – und das kostet relativ viel Geld. Ob sich das für unsere Webseite lohnt, muss man sich bei knapp 23 EUR brutto pro Jahr und Website gut überlegen. (Was damit übrigens inzwischen schon sehr günstig geworden ist.)
Falls wir eine Seite nur für interne Informationen verwenden würden, bei der auch vertrauliche Dokument anderen zur Verfügung gestellt würden, wäre SSL ein absolutes Muss. Aber soweit sind wir noch lange nicht. Unser derzeitiger Blog wäre hier so ein Mittelding, weil die Authentizität hier sicher wich
Kooperation in der Cloud – etwas für die Gemeinde?
In Zukunft sind andere kooperative Bereiche im Netz interessant, bei denen man in einem geschützten Bereich vertrauliche Dokumente zentral für alle berechtigten zugänglich ablegt. Viele nutzen Portale, wie Facebook, Instagram, WhatsApp, etc. Wobei ich hier selbst verwalteten Lösungen – wie der Wiki Confluence von Atlassian oder das Kooperationsportal SharePoint von Microsoft – beim eigenen Provider vorziehen würde, da man hier genauer weiß, wo die Dokumente liegen und wie sicher die Informationen dort geheim bleiben. Das ist aber eher eine Frage des grundsätzlichen Vertrauens, weil technisch gesehen die reinen Cloud-Lösungen hier auf höchstem Niveau die Sicherheit garantieren – ausgenommen natürlich Facebook & Co, wo der Leserkreis jederzeit erweitert werden kann von irgendjemandem mit irgendjemanden.
Denkbar wären hier aber Möglichkeiten,
  • die Protokolle oder andere vertrauliche Dokumente, allen Berechtigten zur Verfügung zu stellen,
  • wichtige Aufgaben mit Taskboards im Netz zu verfolgen (habe hier kürzlich Trello erfolgreich für die Lange Nacht der Kirchen eingesetzt)
  • Notizen und Anleitungen untereinander austauschen und ergänzen (sog. Wiki)
  • Gemeinsame Kalender mit Erinnerungsfunktion und ähnlichem
Aber das sind nur Möglichkeiten und derzeit brauchen wir sie nicht unbedingt – aber auch hier steigen mit der Zeit die Ansprüche. Das muss uns bewusst sein.

Die nächsten Schritte

 
Schritt 1 – Providerwechsel vor Vertragsablauf
Ich würde zunächst einfach das dringendste Problem, den Plattenplatz, angehen und dafür den Provider wechseln. Unser aktueller Vertrag läuft zwar noch bis April 2018, aber da die Kosten nicht sehr hoch sind und uns derzeit der Speicherplatz schon fehlt, würde ich schon jetzt den Provider wechseln und dafür in Zukunft statt 54 EUR im Jahr nur knapp 36 EUR bezahlen.
Schritt 2 – Arbeitskreise zur Webgestaltung und -nutzung wieder beleben
Ich würde gerne unseren Blog intensiver nutzen und in Folge dieses Portal auch zu der Webseite machen. (Unsere bisherige Webseite basiert auf einem Werkzeug, an dem seit 2012 nicht mehr gearbeitet wird. Unser Blog basiert auf einem Werkzeug, das permanent erweitert wird von einer Open Source Coummunity weltweit und in Sachen Bedienung auf höchstem Niveau rangiert.)
Hier sollte man aber gemeinsam auch das Layout der Seite neu entwerfen – da würde ich gerne auch grafisch kreative Freiwillige aus unserer Gemeinde mit an Bord holen.
Schritt 3 – Option für gemeinsame Dokumenten- und Informationsablage ausprobieren
Wenn die Seiten schon recht gut auf neue Beine gestellt worden sind, wäre das Ausprobieren von Lösungen interessant, wo man sich einloggen kann und dann je nach Berechtigung von überall her auf gemeinsame Dokumente und Informationen zugreifen kann. So etwas sollte man – mit der simpelsten Lösung beginnen – der Reihe nach einmal ausprobieren und sich dann für die überzeugendste Lösung entscheiden.

Eure Meinung?

 
Nachdem ich nun so weit ausgeholt habe mit Möglichkeiten und Visionen zur Webnutzung in unserer Kirchengemeinde. Was ist denn Euer Standpunkt dazu? Hättet ihr evtl. Interesse – ggf. auch ohne Vorkenntnisse – an der Gestaltung mitzuarbeiten? Schreibt mir Emails oder antwortet gleich mit einem Kommentar auf den gleichlautenden Blogeintrag in https://www.evangpurk.at

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.