Kleines Symposion zum Jahr der Schöpfung am 22. Jänner 2022 in Eichgraben

Am 22. Jänner fand in Eichgraben ein „Kleines Symposion zum Jahr der Schöpfung 2022“ statt. In ihren einleitenden Worten traf Ingrid Vogel eine sprachlich-gedankliche Positionierung  weg von der Idee der UMwelt (mit den Einzelnen im Mittelpunkt) hin zur MITwelt (in Betonung der Gemeinsamkeit) und den Wirkungen dieser Unterscheidung für das Engagement für den Klimaschutz und den Glauben.

Die Schöpfung hat uns ja ein wunderbares Umfeld gegeben, zu dem aber immer klarer wird, dass uns damit auch die Aufgabe des sorgsamen Umgangs mit den Ressourcen mitgegeben wurde. Der Bogen dafür konnte mit den verschiedenen Vorträgen weit aufgespannt werden.

Projekt CHANC/GE für kirchliche Gebäude

Der erste Vortrag kam von Marie-Christine Mattner, M.​Sc., Klimaschutzreferentin der Kirche. Sie stellte Ziele und Projekte des Projektteams „CHANC/GE“ im Rahmen des Klimaschutzkonzepts der Evangelischen Kirche A. u. H.B. vor. Sie zeigte auf, wie Klimaschutz an kirchlichen Gebäuden angewendet werden kann, bzw. wie die vorgegebenen Klimaziele umgesetzt werden können. Natürlich ist dies nicht nur bei einem Neubau sondern auch beim Umbau oder einer Renovierung möglich.

Bei Interesse steht sie selbst, oder Personen ihres Teams, gerne mit einer Beratung zur Verfügung.

Niedrigenergie und Fassadenbegrünung nicht nur für Neubauten

Die beiden Praxisbeiträge von den Architekten DI Dr. Martin Treberspurg und Garten- und Landschaftsbau-Experte DI Ralf Dopheide brachten spannende Einblicke in über drei Jahrzehnte nachhaltiges Bauen und Sanieren und die vielen verschiedenen Möglichkeiten, die Bauwerksbegrünungen als Beitrag zur Klimawandelanpassung bieten können.

Martin Treberspurg stellte an verschiedenen Grafiken die Unterschiede von herkömmlichen Bauweisen denen von Niedrigenergiegebäuden gegenüber. Die deutlich verbesserte Energieeffizienz wurde an vielen Beispielen mit Bildern von Umbau- und Restaurierungsobjekten, Altbaumodernisierungen, aber auch Neubauten mit ressourcenorientiertem Bauen anschaulich gemacht.

Unter dem Titel „Grüne Wände und kühles Klima“ stellte dann DI Ralf Dopheide Bauwerksbegrünungen verschiedenster Art vor, wie Fassadengärten und Innenraumbegrünungen. Damit können lebendige Gärten geschaffen und das Stadt- sowie das Mikroklima verbessert werden. Gezeigt wurden tolle, interessante Gebäude- und Straßenbepflanzungen im urbanen Raum.

Ein runder Geburtstag und die gepflegte Ambivalenz im Glauben zur Naturwissenschaft

Die folgende Pause wurde nicht nur zum Gedankenaustausch, sondern besonders auch um den ersten Teil des Buffets zu genießen genutzt. Neben Kaffee und Tee gab es vorzügliche Kuchen, unter anderem eine köstliche Punschtorte aus dem Hause „Familie Vogel“. Sie war der Geburtstagswunsch von Frau Pfarrer Vogel, die in diesen Tagen einen runden Geburtstag feiert. Nach der Pause wurde ihr mit einem Blumenstrauß gratuliert und auch ein Ständchen dargebracht.

Impulse zur wechselseitigen Beziehung des (christlichen) Staunens über die – auch ambivalente – Schöpfung und des (naturwissenschaftlichen) Verstehen-Wollens und Ideen dazu, wie aus beiden Elementen Verantwortung erwachsen kann, lieferte das theologische Impulsreferat von Ulrich Körtner.

Ausklang mit einer gelungenen musikalischen Vesper und Vernissage

In der Kirche feierte man danach eine musikalische Vesper.

Eingebettet in viel Musik stand die Erschaffung der Welt und das Wunderbare an der Schöpfung mit einer Lesung aus dem 1. Buch Mose im Mittelpunkt.

Der Landeskantor der Kirche Mag. Matthias Krampe (Keyboard und Chorleiter), Samaan Gholami (eine persische Sängerin), Fabio Lahass (ein junger brasilianischer Musiker) und wir als Gemeinde sangen Lieder, die von der Schöpfung zeugen. Auch die Bilder von Silvia Kraus, die sie für diesen Monat in der Kirche ausstellt, fügten sich in das Thema des Tages ein.

Pfarrerin Ingrid Vogel schloss die Vesper mit Vaterunser und Segen und musikalisch endete der Gottesdienst mit dem Postludium „Grande Artista“ gesungen von Fabio Lahass, der sich am Keyboard begleitete.

Bevor zum zweiten Mal – nun zum festlichen – Buffet geladen wurde, dankte Pfarrerin Vogel allen Mitwirkenden der Veranstaltung herzlich, denn die Vorbereitungen begannen ja schon Tage davor.

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle auch allen fleißigen Helferinnen und Helfern, die zum leiblichen Wohl beigetragen haben: es gab köstliche Salate, eine exquisite Fischtorte, gefüllte Eier, tolle Käseplatten, eine Quiche und pikante Aufstriche. Diese Köstlichkeiten ließen die Herzen höherschlagen und rundeten den Tag bei angenehmen Gesprächen ab.

Es waren informative, spannende und bereichernde Stunden, die Geist und Seele ansprachen. Danke für das interessante Programm und die Organisation!

(Helga Novak, Martina Kaup und Martin Klonk)

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